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Absolut normal ...

… erscheint der Wunsch institutioneller Investoren, die Situation an den Finanzmärkten nach der Megakrise 2010 wieder optimistisch zu sehen. Trotzdem bleibt die Welt unsicher, was auch das Thema „Staatsbankrott“ zeigt. Die Märkte haben es 2009 den Investoren fast zu einfach gemacht, aber nur wenige haben davon wirklich profitieren können. Investoren wünschen, dass diese Ruhe sich als dauerhaft und stabil erweist.

Nur: Diese alte Normalität wird es nicht mehr geben! Es hat sich eine neue Normalität herausgebildet, die Industrie wie Investoren vor extrem starke Herausforderungen stellen wird. Viele ahnen den Veränderungsdruck. Was dies aber für die tägliche Kapitalanlagepraxis und die mittel- bis langfristige Asset Allocation bedeutet, ist häufig nur in Ansätzen klar. Nicht nur vonseiten der Märkte, auch vonseiten der Stakeholder, Aufsichtsorgane und der Öffentlichkeit gibt es einen enormen Druck auf Investoren. Es sollen kompetitive Erträge erzielt werden, jedoch bei extrem kontrollierten Risiken. Die Eigenkapitalanforderungen werden immer restriktiver, die Risikobudgets aber immer kleiner. Dieser Spagat der Ansprüche ist mit den alten Konzepten, aber auch mit der „Denke“ der Vergangenheit nicht zu bewältigen. Die neue Normalität wird geprägt sein von Ungewissheit, Volatilität und Krisen, von niedrigen Zinsen und versteckten Risiken. Der einfache Weg der 1990er-Jahre (kontinuierlich steigende Kurse) ist vorbei.

Wir befinden uns im Übergang zu einer neuen Welt, die vor allem vom Risikomanagement und von den individuellen Fähigkeiten der Investoren und Asset-Manager geprägt sein wird, kontrollierte Risiken einzugehen und sich multidimensional und mit viel Know-how in der Welt aufzustellen. Viele Asset-Manager brauchen mit ungehedgten Long-only-Konzepten bei institutionellen Investoren nicht mehr vorstellig zu werden. Die passive Welt der ETFs wächst rasant und bietet genügend Beta-Exposure, so dass man für ein wenig mehr Rendite und marginal geringere Risiken kaum noch bereit ist, sein Risikobudget aufs Spiel zu setzen. Jetzt fokussieren sich die Asset-Manager auf die alternativen Ideen wie z. B. den Absolute-Return- Ansatz, der nichts anderes ist als eine Modifikation der Strategien aus der Hedgefonds-Welt. In Kombination mit dem Thema Multi-Asset und Multi-Strategie ist es für viele Investoren jedoch die einzige Möglichkeit, nachhaltig ihr Risikobudget einzuhalten.

2010 wird einen Wandel auf vielen Feldern bringen. Der Absolut|report sieht sich als ein Vorreiter dieses Wandels und wird 2010 institutionellen Investoren weiterhin neue Lösungskonzepte vorstellen, getreu unserem Motto: Neue Perspektiven für das Asset-Management!

Ihr Michael Busack
Herausgeber

Ausgabe: Absolut|report 1|2010

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