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Die Aktie von Berkshire Hathaway, der Beteiligungsgesellschaft des Multimilliardärs und erfolgreichen Investors Warren Buffett, konnte im vergangenen Jahr kaum von der im März einsetzenden Kursrally profitieren. So verbuchte die Aktie (A-Shares) lediglich ein Plus von 2,7% während Hedgefonds, gemessen am HFRI Fund Weigthed Composite, rund 20% zulegten. Seit Ausbruch der Finanzkrise zeigt sich somit ein deutlich umgekehrtes Bild im Vergleich zu der Periode 2000 – 2007. Das vorliegende Update zu unserer Analyse vom 27. März 2009 soll nun den Einfluss der unterschiedlichen Entwicklungen beider Segmente auf die Erholung verdeutlichen.
Vom Beginn des Jahrzehnts bis zum Ausbruch der Finanzkrise erzielte die Aktie von Berkshire Hathaway Renditen, die deutlich über denen der Hedgefonds-Industrie lagen. Im Mittel Betrug die Performance von Anfang 2000 bis Ende 2007 für die Aktie von Berkshire Hathaway 14,07 Prozent pro Jahr. Für Hedgefonds lagen die Renditen im selben Zeitraum nur bei 8,64 Prozent pro Jahr. Sogar im September 2008 konnte Berkshire mit einem Plus von 12 Prozent überzeugen, während Hedgefonds einen Verlust von 6,13 Prozent erzielten.
Dies konnte nicht verhindern, dass die Aktie von Berkshire Hathaway über die gesamte Krise hinweg einen Wertverlust von fast 44,5 Prozent zu verkraften hatte. Hedgefonds verloren seit ihrem Höchststand im Oktober 2007 mit -20,85 Prozent nur rund die Hälfte. Die deutlich zügigere Erholung der Hedgefonds im Vergleich zu der Berkshire-Aktie macht somit eine Neubewertung des Langzeitpotenzials notwendig.
Um dieses zu erfassen, untersucht Absolut Research die Zeiträume, in denen ein Wiedererreichen der alten Höchststände erwartet werden kann. Hierzu werden zwei unterschiedliche Recovery Rates (RR) errechnet und damit die zukünftige Performance geschätzt. Die erste Recovery Rate (RR1) berechnet sich aus dem Mittel der monatlichen Renditen seit Januar 2000 bis Dezember 2009. Die zweite Recovery Rate (RR2) wählt einen längerfristigeren Ansatz mit mittleren Renditen seit Januar 1990.
Historische Wertentwicklung und Verlaufsprognose von Berkshire Hathaway und des HFRI Fund Weighted Composite Index (Indexiert auf 1000 zum Dez. 1999)
Quelle: Absolute Research GmbH, HFR, Bloomberg
Die geringeren Verluste von Hedgefonds sowie das gute Abschneiden im Jahr 2009 haben dazu beigetragen, dass Hedgefonds ihre Höchststände beinahe wieder erreicht haben, während die Aktie von Berkshire Hathaway noch einen deutlich längeren Weg bis zur Erholung vor sich hat. Im März wurde noch eine implizite Erholung von 4,5 bzw. zwei Jahren für Hedgefonds angenommen, diese beträgt nun neun bzw. sechs Monate. Zwar erholte sich auch die Berkshire-Aktie schneller als erwartet dennoch ist damit zu rechnen, dass die Erholung noch 57 bzw. 29 Monate hinzieht. Durch die Flexibilität in ihrer Kapitalanlage und ihren taktischen Investmentansatz können Hedgefonds somit schneller auf sich ändernde Marktgegebenheiten reagieren als strategisch orientierte Investoren wie Warren Buffet. Für die Risikobudgets institutioneller Anleger ist diese Eigenschaft von Hedgefonds von erheblichem Vorteil, da sie zur Deckung ihrer Verbindlichkeiten auf geringe Drawdowns angewiesen sind und hohe Verluste nicht aussitzen können.
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