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Im Januar hat sich das Kreditrisiko bedeutender Finanzinstitute, gemessen an den aktuellen Credit Spreads, verschlechtert. Der mittlere Credit Spread der analysierten Banken stieg um 13 Basispunkte (Bps) auf 109,96. Das entspricht einem Anstieg von ca. 13,4%. Dennoch liegen die Credit Spreads wie im Vormonat deutlich geringer als vor 12 Monaten.
Dies geht aus dem aktuellen Structured Product Monitor für Januar 2010 hervor, den die Absolut Research GmbH seit der Zuspitzung der Finanzmarktkrise im Oktober 2008 monatlich veröffentlicht. Die vergleichende Rating- und Credit-Spread-Analyse soll Produktanbieter und institutionelle Investoren bei der Bonitätsbewertung ihrer aktuellen und potentiellen Partner im Bereich strukturierter Investments unterstützen.
Im Zuge einknickender Aktienmärkte im Januar (EuroStoxx -6,35%, DAX -5,85% oder Dow Jones IA -3,5%) sowie aufkeimender Rezessionssorgen stiegen auch die Sicherheitsaufschläge am breiten Kreditmarkt. Der Spread des iTraxx Europe 5 Y stieg um 7 Bps auf 83 Bps, im Segment der Hochzinsanleihen war der Anstieg zwar absolut gesehen höher, relativ jedoch moderater. Der Spread des iTraxx Crossover stieg um etwa 5% bzw. 22 Bps auf 454,2 Bps. Im Lichte der Rezessionssorgen sowie anhaltender Diskussionen über die weltweiten Staatsverschuldungen sind dies nur kleine Ausschläge. Der iTraxx Sovereigns 5Y Index hingegen stieg um 18% und notierte mit 88,63 Bps und notiert somit oberhalb des iTraxx Europe. Der Markt schätzt somit implizit die Wahrscheinlichkeit eines Staatsbankrotts höher als die Insolvenz eines der 125 liquidesten Europäischen Unternehmen. Sollte es dazu jedoch tatsächlich kommen, werden auch die Credit Spreads der Unternehmen wieder deutlich anziehen.
Auf Unternehmensebene zeigte sich im Januar ein einheitliches Bild. Die Spreads nahezu aller Banken stiegen an, allein der Spread einiger durch die Krise in Bedrängnis geratener Banken ging zurück. Rückgänge der Spreads gab es bei der HSH Nordbank (-0,5 Bps), der WestLB (-6 Bps), der RBS (-1,17 Bps) sowie bei Nomura (-10,4 Bps) und der Natixis (-10,3 Bps).
Bei der BNP Paribas kam es darüber hinaus auch zu einer Herabstufung des Credit Rating durch Moody’s. Die Bank wurde von Aa1 auf Aa2 herabgestuft. Erst im Oktober 2009 sprach Moody’s bezüglich der BNP eine Warnung aus. Der Spread des Instituts stieg 18,5% bzw 11 Bps und liegt nun bei 71,3. Dennoch gehört die Bank damit zu den sichersten Gegenparteien in der Analyse.
Die Unternehmen mit den höchsten Spreads waren die Citigroup, HSH, Erste Bank, Merrill Lynch und Nomura. Am besten eingestuft werden die HSBC, BNP Paribas, die Dresdner Bank, die Credit Suisse sowie die Commerzbank.