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03.03.2010 | Absolut|research
Structured Product Monitor - Update Februar 2010

Im Februar hat sich das Kreditrisiko bedeutender Finanzinstitute, gemessen an den aktuellen Credit Spreads, erneut verschlechtert. Der mittlere Credit Spread der analysierten Banken stieg um 9,6 Basispunkte (Bps) auf 119,5. Das entspricht einem Anstieg von ca. 13,4%. Dennoch liegen die Credit Spreads wie im Vormonat deutlich geringer als vor 12 Monaten.

Dies geht aus dem aktuellen Structured Product Monitor für Februar 2010 hervor, den die Absolut Research GmbH seit der Zuspitzung der Finanzmarktkrise im Oktober 2008 monatlich veröffentlicht. Die vergleichende Rating- und Credit-Spread-Analyse soll Produktanbieter und institutionelle Investoren bei der Bonitätsbewertung ihrer aktuellen und potentiellen Partner im Bereich strukturierter Investments unterstützen.

Der mittlere Spread der analysierten Finanzinstitute weist somit einen Anstieg von rund 8,5% gegenüber dem Vormonat auf. Der europäische Credit-Markt hingegen zeigte sich trotz anhaltender Sorgen um die Staatsfinanzen einiger Mittelmeeranrainer, voran Griechenland, kaum beeindruckt. Der iTraxx Europe 5 Y Senior stieg lediglich um 1,8 Basispunkte und notierte am Monatsende bei 84,91 Basispunkten und auch die Spreads der bereits als risikoreicher eingestuften Unternehmen im iTraxx Crossover reagierten kaum, sie stiegen lediglich um zwei Prozent. Hier zeigt sich, dass die Finanzinstitute durch die potentiellen Kreditausfälle stärker getroffen werden als beispielsweise Industrieunternehmen. Während das offene Kreditvolumen Griechenlands bei deutschen Banken etwa 32 Mrd. Euro ausmacht, beliefen sich deutsche Exporte nach Griechenland lediglich auf 8 Mrd. Euro. Die realwirtschaftliche Bedeutung Griechenlands ist somit deutlich geringer, als die finanzwirtschaftliche.

Ein tatsächlicher Kreditausfall könnte dennoch, aufgrund der psychologischen Folgen, verheerende Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft haben (erhöhte Risikoaversion, weitere Kreditverknappungen, etc.). Die Gefahr ist allerdings eher als gering einzustufen. Nachdem Anfang Februar die Credit-Spreads europäischer Staatsanleihen mit 112 Basispunkten zwar ein Allzeithoch erklommen, sanken sie im weiteren Verlauf des Monats wieder ab und schlossen etwa auf dem Niveau des Vormonats.

Auf Unternehmensebene zeigte sich im Februar ein einheitliches Bild. Die Spreads nahezu aller Banken stiegen an. Ausnahmen waren die Citigroup (-5,8 Bps), Goldman Sachs (-0,33 Bps) und JP Morgan (-0,74 Bps).

Ratingveränderungen gab es bei der Royal Bank of Scotland NV, der ehemaligen ABN Amro. Moody‘s stufte das langfristige Emittentenrating von Aa3 um zwei Stufen auf A2 herab. Dennoch stieg der Spread im Februar nur um 5,8 Bps auf 135,75 Punkte. Der Markt hatte die Verschlechterung zuvor antizipiert. Seit Mitte Januar ist der Spread von ca. 105 Bps kontinuierlich gestiegen und das Institut ist das einzige der analysierten Unternehmen, dessen Spread höher liegt als vor 12 Monaten.

Wie obenstehende Grafik zeigt, waren ie Unternehmen mit den höchsten Spreads Citigroup, HSH, Merrill Lynch Nomura und Morgan Stanley. Am besten eingestuft werden JP Morgan Chase, BNP Paribas, Credit Suisse, Rabobank und die Dresdner Bank.

 

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pdfStructured Product Monitor Februar 2010


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