
Die Fachpublikation für die institutionelle Kapitalanlage und innovatives Asset Management.
aktuelle Ausgabe und Archiv
Abonnement

Die ePublication für alle Asset-Klassen und Investmentstrategien für institutionelle Investoren.
aktuelle Ausgabe
Abonnement
Eine wissenschaftliche Arbeit, die die Anreize zur Risikoübernahme von Hedgefondsmanagern untersucht, wurde Anfang August von der HEC Montreal veröffentlicht. Der Autor analysiert die Fondsvolatilität in Zusammenhang mit Gebührenstrukturen und Investorenansprüchen. Zu diesem Zweck werden die Optionen des Managers mittels eines mehrperiodischen Binomialmodells bewertet. Anschließend werden weitere Einflussfaktoren auf das Managerverhalten, wie beispielsweise drohender Mittelabzug von Investoren bei schlechter Performance, definiert. Auf Grundlage der so bestimmten Faktoren wird die optimale Fondsvolatiliät ermittelt.
Quelle: Amvella Motaze (2010)
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass bei Berücksichtigung mehrerer Perioden die Gebühren Anreize für hohe Volatilität schaffen, diese jedoch zu einer Minderung des NAV führen, die diesen Anreiz tilgt. Performance Fee, drohende Mittelabzüge und Fondsgröße reduzieren demnach die Anreize für eine exzessive Risikoübernahme durch den Manager. Leverage in Abstimmung mit der optimalen Volatilität führen zu einer Erhöhung des NAV und zu mehr Kompensation für den Manager, wodurch sich der hohe Einsatz von Fremdfinanzierungen in der Hedgefondsbranche erklären lasse.
Quelle: Amvella Motaze (2010)
Die Ergebnisse sind daher auch für die aktuelle Diskussion über Managervergütungen in Unternehmen relevant. Insbesondere die Performance Fee reduziere die Anreize für exzessive Risikoübernahme und senke so die Agency-Kosten.