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Bis zu einer funktionierenden europäischen Hedgefonds-Industrie ist es
noch ein weiter Weg. Die bestehenden Gesetze der einzelnen Länder der
Europäischen Union weichen so stark voneinander ab, dass ein
einheitlicher Binnenmarkt für Hedgefonds vorerst nicht möglich ist. Das
geht aus der aktuellen Studie der European Fund and Asset Management
Association (EFAMA) hervor.
Die EFAMA hat Gesetze in Frankreich, Deutschland, Irland, Italien,
Luxemburg, Spanien, Schweden und der Schweiz untersucht. Der
Fondsverband kam zu dem Ergebnis, dass derzeit rein vertriebstechnische
Regelungen sowie eine einheitliche Mindestanlagesumme und eine
Maximalzahl von Anlegern pro Fonds fehlen. Aber auch bestimmte
Investmentgrundsätze wie ein maximaler Hebel oder eine maximale Anzahl
von Zielfonds, in die ein Dachfonds investieren darf, seien nicht
einheitlich geklärt, heißt es in der Studie.
Um einen funktionierenden Binnenmarkt zu erschaffen, müssten mehrere
Punkte geklärt werden, so die EFAMA. So müsse es den nach EU-Recht
aufgelegten Ucits-Fonds gestattet sein, auch in Hedgefonds zu
investieren. Außerdem sei es wichtig, die Investitionsregulierungen zu
lockern und den Fondsmanagern mehr Möglichkeiten zu geben, finanzielle
Hebel zu nutzen. Ebenso sollten die Offenlegungsanforderungen für
Risiken und Strategien von Hedgefonds denen normaler Investmentfonds
angeglichen werden. Außerdem müsse die Europäische Kommission die
gesetzlichen Richtlinien für die Beziehung zwischen Prime-Broker und
Hedgefonds einheitlich regeln.